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Was kostet eine Firmenwebsite? So schätzen Sie die Kosten realistisch ein

Veröffentlicht Von Ichii GmbH

Inhalt
  1. Einmalige und laufende Kosten getrennt betrachten
  2. Die fünf Kostentreiber einer Firmenwebsite
  3. Kosten, die in Deutschland oft vergessen werden
  4. Rechenbeispiel: So rechnen Sie das erste Jahr durch
  5. Ihr Budget in fünf Fragen vorbereiten
  6. Wann ein Baukasten die günstigere Antwort ist
  7. Was eine Firmenwebsite bei Ichii kostet
  8. Nächster Schritt

Eine seriöse Pauschalzahl für „die“ Firmenwebsite gibt es nicht. Der Preis hängt im Wesentlichen von fünf Faktoren ab: wie viele Seiten Sie brauchen, ob das Design individuell entworfen oder auf einer bewährten Vorlage aufgebaut wird, wer die Texte und Bilder liefert, welche Funktionen dazukommen und in wie vielen Sprachen die Seite erscheint.

Dazu kommen zwei getrennte Rechnungen: die einmaligen Kosten für die Erstellung und die laufenden Kosten für Domain, Hosting und Pflege. Wer nur auf den Erstellungspreis schaut, unterschätzt das erste Jahr fast immer.

Mit den folgenden Tabellen können Sie Ihr Projekt selbst einordnen, bevor Sie Angebote einholen. Sie erfahren auch, welche Posten in Deutschland gern vergessen werden, etwa Impressum, Datenschutzerklärung und die Umsatzsteuer auf Nettopreise.

Kurz gesagt

  • Fünf Faktoren bestimmen den Preis: Seitenzahl, Design, Inhalte, Funktionen und Sprachen.
  • Rechnen Sie einmalige Erstellung und laufende Kosten (Domain, Hosting, Wartung) getrennt und addieren Sie beides für das erste Jahr.
  • Häufig vergessen: Texterstellung, Rechtstexte und rechtliche Prüfung, Cookie-Einwilligung bei Tracking sowie 19 % Umsatzsteuer auf Nettopreise.
  • Eine kleine Website mit fertigen Inhalten und ohne Sonderfunktionen ist der günstigste Fall. Jede Abweichung davon kostet Aufwand.

Einmalige und laufende Kosten getrennt betrachten

Die meisten Angebote nennen den Preis für die Erstellung. Die Website verursacht danach aber weiter Kosten, und die stehen selten im selben Dokument. Trennen Sie deshalb von Anfang an zwei Spalten.

PostenEinmalig oder laufendWovon der Betrag abhängt
Konzept, Design und UmsetzungeinmaligSeitenzahl, Designanspruch, Funktionen
Texte und Bildereinmalig (bei Updates erneut)Liefern Sie selbst oder wird geschrieben und fotografiert?
Weitere Sprachfassungeneinmalig, bei Änderungen erneutAnzahl der Sprachen, Übersetzung, Pflegeaufwand
Rechtstexte und ggf. rechtliche Beratungeinmalig, bei Änderungen erneutGenerator, Kanzlei oder Datenschutzberatung
Domainlaufend (meist jährlich)Endung und Anbieter
Hostinglaufend (monatlich oder jährlich)Technik, Speicher, Anbieter
Technische WartunglaufendTechnik der Website und vereinbarter Umfang
Spätere Änderungen und Erweiterungennach BedarfUmfang der Änderung

Was technische Wartung genau abdeckt und was zusätzlich berechnet wird, erklärt der Beitrag Website-Wartung: Was sie umfasst und was extra kostet.

Die fünf Kostentreiber einer Firmenwebsite

Jeder der fünf Faktoren kann ein Projekt günstig halten oder deutlich verteuern. Die Tabelle zeigt, wann ein Faktor wenig Aufwand erzeugt und wann viel.

FaktorWenig Aufwand, wenn …Mehr Aufwand, wenn …
Seitenzahleine überschaubare Zahl klar abgegrenzter Seiten genügtviele Leistungs-, Standort- oder Unterseiten nötig sind
Designeine bewährte Vorlage oder ein Designsystem angepasst wirdein komplett individuelles Design entworfen wird
Inhaltefinale Texte, Fotos und Logo fertig vorliegenTexte geschrieben, Fotos erstellt oder alte Inhalte umgebaut werden müssen
FunktionenKontaktformular, Karte und Verlinkungen reichenBuchung, Login, Shop, Schnittstellen oder Datenbanken dazukommen
Sprachendie Seite in einer Sprache erscheintzwei oder mehr Sprachen gepflegt werden müssen

Seitenzahl

Jede Seite muss gestaltet, befüllt, auf dem Smartphone geprüft und verlinkt werden. Welche Seiten ein kleines Unternehmen wirklich braucht, lesen Sie in Welche Seiten braucht eine Firmenwebsite?. Oft reichen weniger als gedacht.

Design

Ein Designsystem ist ein Baukasten aus erprobten Layouts, Schriften und Farben, der an Ihr Unternehmen angepasst wird. Das ist deutlich schneller als ein Entwurf von Grund auf. Ein individuelles Design lohnt sich, wenn Ihre Marke sich bewusst abheben muss, kostet aber mehr Abstimmung und mehr Korrekturschleifen.

Inhalte

Der am häufigsten unterschätzte Faktor. Wenn Texte erst während des Projekts entstehen, verlängert das die Arbeit, und Texterstellung ist eine eigene Leistung. Fertige, freigegebene Inhalte sparen Geld.

Funktionen

Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Mitgliederbereich, Online-Shop oder eine Anbindung an andere Software sind eigene Teilprojekte. Manchmal reicht dafür ein fertiger Dienst, der verlinkt oder eingebunden wird.

Sprachen

Eine zweite Sprache verdoppelt nicht nur die Texte. Navigation, Formulare, Rechtstexte und jede spätere Änderung müssen in beiden Fassungen gepflegt werden.

„Mobil optimiert“ ist kein Extra

Google verwendet für die Indexierung und das Ranking die mobile Version einer Website und empfiehlt responsives Webdesign, also ein Layout, das sich an jede Bildschirmgröße anpasst. Eine Firmenwebsite, die auf dem Smartphone nicht gut funktioniert, ist heute unvollständig. Dieser Punkt gehört in jedes Angebot, nicht als Aufpreis.

Kosten, die in Deutschland oft vergessen werden

Einige Pflichten entstehen unabhängig davon, wer die Website baut. Sie kosten Zeit oder Geld und sollten im Budget stehen.

  • Impressum: Geschäftsmäßige Websites brauchen nach § 5 DDG unter anderem Name und Anschrift, eine E-Mail-Adresse, gegebenenfalls Registereintrag und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  • Datenschutzerklärung: Wer personenbezogene Daten erhebt, etwa über ein Kontaktformular, muss nach Art. 13 DSGVO unter anderem über Zweck, Rechtsgrundlage, Speicherdauer und die Rechte der Betroffenen informieren.
  • Cookie-Einwilligung: Nach § 25 TDDDG braucht es eine Einwilligung, wenn Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden, die für den gewünschten Dienst nicht unbedingt erforderlich sind. Das betrifft typischerweise Tracking und viele eingebundene Dienste. Wer darauf verzichtet, spart sich oft ein Einwilligungs-Tool.
  • Rechtliche Prüfung: Generatoren für Rechtstexte sind ein Anfang. Bei Besonderheiten Ihres Geschäfts ist anwaltliche Beratung sinnvoll. Eine Website wird nicht automatisch „rechtssicher“, nur weil sie neu ist.
  • Umsatzsteuer: Angebote an Unternehmen sind meist Nettopreise. Darauf kommen in der Regel 19 % Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 1 UStG). Ob Sie diese als Vorsteuer zurückerhalten, hängt von Ihrer steuerlichen Situation ab, etwa wenn Sie die Kleinunternehmerregelung nutzen. Klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung.

Tipp

Barrierefreiheit richtig einordnen

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen. Laut der FAQ der Bundesfachstelle Barrierefreiheit dürfte eine reine Präsentationswebsite ohne Vertragsabschluss nicht erfasst sein. Gute Lesbarkeit und eine saubere Struktur lohnen sich trotzdem. Prüfen Sie Ihren Einzelfall, bevor Sie dafür Budget einplanen oder streichen.

Rechenbeispiel: So rechnen Sie das erste Jahr durch

Beispiel

Rechenbeispiel (hypothetisch)

Ein Handwerksbetrieb plant eine Website mit sechs Seiten in einer Sprache. Alle Beträge sind angenommene Werte zur Veranschaulichung, keine Marktpreise.

PostenAnnahme (netto)
Erstellung laut Angebot1.500 €
Texterstellung durch eine Texterin600 €
Domain für ein Jahr15 €
Hosting, 12 × 10 €120 €
Technische Wartung, 12 × 40 €480 €
Summe erstes Jahr, netto2.715 €
zzgl. 19 % USt.515,85 €
Summe erstes Jahr, brutto3.230,85 €

Die Erstellung macht hier gut die Hälfte des ersten Jahres aus. Ab dem zweiten Jahr bleiben nur Domain, Hosting und Wartung, im Beispiel 615 € netto, plus spätere Änderungen.

Übertragen Sie diese Rechnung mit Ihren echten Zahlen. Wenn ein Posten in keinem Angebot auftaucht, fragen Sie gezielt nach. Wie Sie konkrete Angebote nebeneinanderlegen, zeigt der Beitrag Website-Angebote vergleichen.

Ihr Budget in fünf Fragen vorbereiten

Bevor Sie Anfragen verschicken, beantworten Sie diese Fragen für sich. Die Antworten bestimmen den Preis stärker als die Wahl des Anbieters.

  • Welche Seiten brauche ich wirklich, und welche sind nur „nice to have“?
  • Liegen Texte, Fotos und Logo fertig vor, oder muss jemand sie erstellen?
  • Reicht ein angepasstes Designsystem, oder brauche ich ein individuelles Design?
  • Welche Funktion geht über ein Kontaktformular hinaus, und gibt es dafür einen fertigen Dienst?
  • Brauche ich zum Start eine zweite Sprache, oder kann sie später folgen?

Wann ein Baukasten die günstigere Antwort ist

Wenn Sie Zeit haben, gern selbst gestalten und eine einfache Visitenkarten-Website reicht, kann ein Website-Baukasten völlig genügen. Hosting, Sicherheit und Software-Updates übernimmt dann in der Regel die Plattform, und Sie zahlen einen monatlichen Tarif statt eines Erstellungspreises. Wann das passt und wann nicht, behandelt Website selbst erstellen oder erstellen lassen?.

Was eine Firmenwebsite bei Ichii kostet

Bei Ichii kostet eine Firmenwebsite mit bis zu 10 Seiten einmalig 790 € netto zzgl. USt. Enthalten sind ein erprobtes Designsystem, Ihre finalen Texte und Bilder, ein mobil optimiertes Layout, eine Sprache, eine Kontaktmöglichkeit und eine Korrekturrunde vor dem Launch. Mehr als 10 Seiten, weitere Sprachen, individuelles Design, Texterstellung, Online-Shops und Sonderfunktionen werden separat angeboten. Technische Wartung kostet ab 29 € im Monat und wird separat berechnet.

Nächster Schritt

Notieren Sie Ihre Antworten auf die fünf Fragen oben und übertragen Sie das Rechenbeispiel auf Ihre Zahlen. Wenn Ihr Projekt in den Rahmen von bis zu 10 Seiten mit fertigen Inhalten passt, finden Sie alle Details auf der Seite Firmenwebsite für 790 €. Eine Übersicht aller Preise steht unter Preise.

Quellen

  1. § 5 DDG – Allgemeine Informationspflichten — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, accessed 2026-10-09
  2. Art. 13 DSGVO – Informationspflicht bei Erhebung — Intersoft Consulting, dsgvo-gesetz.de (inoffizielle Textfassung), accessed 2026-10-09
  3. § 25 TDDDG – Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, accessed 2026-10-09
  4. § 3 BFSG – Barrierefreiheitsanforderungen — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, accessed 2026-10-09
  5. FAQ zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz — Bundesfachstelle Barrierefreiheit, accessed 2026-10-09
  6. § 12 UStG – Steuersätze — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, accessed 2026-10-09
  7. Which is Better – Hiring a Web Developer or Using a DIY Website Builder? (29.03.2018) — U.S. Small Business Administration, accessed 2026-10-09
  8. Mobile-first indexing best practices — Google Search Central, accessed 2026-10-09

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