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Website-Wartung: Was sie umfasst und was extra kostet

Veröffentlicht Von Ichii GmbH

Inhalt
  1. Was Wartung umfassen kann und was meist getrennt läuft
  2. Warum Updates keine freiwillige Kür sind
  3. Brauchen Sie überhaupt einen Wartungsvertrag?
  4. Was typischerweise extra kostet
  5. Checkliste: Wartungsvereinbarung prüfen
  6. Wenn Sie selbst warten möchten
  7. Technische Wartung bei Ichii
  8. Nächster Schritt

Website-Wartung bedeutet im engeren Sinn die technische Pflege nach dem Launch: Software aktualisieren, Sicherungen anlegen, die Erreichbarkeit im Blick behalten und Sicherheitslücken schließen. Was ein konkreter Wartungsvertrag davon enthält, ist nicht einheitlich geregelt. Jeder Anbieter definiert den Umfang selbst.

Hosting, inhaltliche Änderungen und neue Funktionen sind davon getrennte Leistungen. Sie werden häufig extra berechnet oder sind gar nicht Teil des Vertrags. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse.

Ob Sie Wartung brauchen, hängt vor allem von der Technik Ihrer Website ab. Eine selbst betriebene WordPress-Installation braucht regelmäßige Updates. Bei einem Website-Baukasten übernimmt die Plattform das meiste davon selbst.

Kurz gesagt

  • Technische Wartung kann Updates, Backups, Überwachung und das Schließen von Sicherheitslücken umfassen. Den genauen Umfang legt jeder Vertrag selbst fest.
  • Hosting, Textänderungen, neue Seiten und neue Funktionen sind eigene Leistungen und kosten oft extra.
  • Selbst betriebene Systeme wie WordPress brauchen regelmäßige Updates. Baukasten-Plattformen kümmern sich in der Regel selbst darum.
  • Lassen Sie sich den Umfang schriftlich geben, einschließlich Reaktionszeiten und dem Vorgehen im Notfall.

Was Wartung umfassen kann und was meist getrennt läuft

Die Tabelle trennt typische Wartungsaufgaben von angrenzenden Leistungen. Die rechte Spalte enthält die Frage, die Sie Ihrem Anbieter zu jeder Zeile stellen sollten.

LeistungWorum es gehtHäufig Teil der Wartung?Fragen Sie Ihren Anbieter
Software-UpdatesSystem, Erweiterungen und Themes aktuell haltenja, im KernWie oft wird aktualisiert, und wird danach geprüft, ob alles funktioniert?
Sicherheitsupdateskritische Lücken kurzfristig schließenja, wenn vereinbartWie schnell reagieren Sie auf eine bekannte Sicherheitslücke?
BackupsDateien und Datenbank regelmäßig sichernhäufigWo liegen die Backups, wie lange werden sie aufbewahrt, wird die Wiederherstellung getestet?
ÜberwachungErreichbarkeit und Fehler im Blick behaltenmanchmalWer bemerkt einen Ausfall, und wer wird benachrichtigt?
HostingServer, Speicher, Domain-Anbindung, Zertifikatoft getrenntIst Hosting enthalten oder ein eigener Vertrag, und auf wen läuft er?
InhaltsänderungenTexte, Bilder, Öffnungszeiten aktualisierenselten oder mit KontingentSind Änderungen enthalten, und wie viele pro Monat?
Neue Seiten oder FunktionenErweiterung der Websitein der Regel nichtWie werden Erweiterungen angeboten und abgerechnet?
Hilfe nach einem AngriffBereinigung, Wiederherstellung, PasswortwechselunterschiedlichIst die Wiederherstellung enthalten oder wird nach Aufwand berechnet?
RechtstexteImpressum und Datenschutzerklärung anpassenin der Regel nichtWer passt die Texte an, wenn sich etwas ändert?

Diese Abgrenzung ist eine Orientierung. In Ihrem Vertrag kann jede Zeile anders geregelt sein. Entscheidend ist, dass sie überhaupt geregelt ist.

Warum Updates keine freiwillige Kür sind

Viele Websites laufen auf einem Content-Management-System (CMS), also einer Software, mit der Sie Inhalte ohne Programmierkenntnisse bearbeiten. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind verbreitete CMS ein interessantes Ziel für Angreifer, weil in den Systemen und ihren Plugins regelmäßig Sicherheitslücken gefunden werden. Ein veraltetes CMS kann es Angreifern ermöglichen, die Website nach Belieben zu verändern.

Das BSI empfiehlt Betreibern unter anderem:

  • Betriebssystem, CMS, Plugins und Erweiterungen regelmäßig zu aktualisieren und, wenn möglich, automatische Sicherheitsupdates zu nutzen,
  • nicht benötigte Software, Plugins und Erweiterungen zu deinstallieren,
  • Standard-Logins zu ändern, sichere Passwörter und möglichst Mehrfaktor-Authentisierung zu verwenden,
  • regelmäßig Backups von Website-Inhalten und Datenbank zu erstellen und deren Nutzbarkeit zu prüfen.

Für Webanwendungen allgemein nennt das BSI ein ausreichendes Schwachstellen- und Patchmanagement als besonders wichtig. Eingesetzte Komponenten sollen regelmäßig auf aktuelle Sicherheitslücken geprüft werden.

Die offiziellen Hinweise von WordPress zur Absicherung gehen in dieselbe Richtung: Kern und Plugins aktuell halten, ungenutzte Plugins löschen und regelmäßig sichern.

Wie konkret das werden kann, zeigt eine Warnung des BSI (Version 1.1 vom 20. Juli 2026): Zwei Schwachstellen in WordPress erlaubten in Kombination nicht angemeldeten Angreifern, Code auszuführen. WordPress hatte am 17. Juli 2026 ein Update veröffentlicht, und laut BSI gab es bereits Berichte über erste Ausnutzungen. Wer in dieser Zeit niemanden hatte, der Updates einspielt, war auf sich gestellt.

Brauchen Sie überhaupt einen Wartungsvertrag?

Das hängt weniger von der Größe Ihres Unternehmens ab als von der Technik Ihrer Website.

TechnikWer kümmert sich um Updates?Wartungsbedarf
Selbst betriebenes CMS (z. B. WordPress)Sie oder ein Dienstleisterhoch: regelmäßige Updates von Kern, Plugins und Themes
Website-Baukastenin der Regel die Plattformgering: Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt meist der Anbieter
Individuell programmierte Website oder Web-AppSie oder der Entwicklerabhängig von verwendeten Bibliotheken, Server und Funktionen

Bei einem Baukasten zahlen Sie die technische Pflege mit dem monatlichen Tarif. Ein zusätzlicher Wartungsvertrag ist dann selten nötig. Bei einer selbst betriebenen oder individuell entwickelten Website liegt die Verantwortung bei Ihnen. Entweder Sie übernehmen sie selbst, oder Sie vereinbaren sie mit jemandem. Wie Sie zwischen diesen Wegen grundsätzlich wählen, behandelt Website selbst erstellen oder erstellen lassen?.

Was typischerweise extra kostet

Auch mit Wartungsvertrag bleiben Leistungen, die gesondert berechnet werden. Planen Sie dafür Budget ein:

  • Hosting und Domain, wenn sie nicht ausdrücklich enthalten sind,
  • inhaltliche Änderungen über ein vereinbartes Kontingent hinaus,
  • neue Seiten, neue Funktionen und Umgestaltungen,
  • größere Versionswechsel, wenn ein System oder eine Erweiterung grundlegend umgebaut wird,
  • Wiederherstellung nach einem Angriff, sofern nicht vereinbart,
  • Relaunch oder Umzug auf eine neue Technik oder neue Adressen. Was dabei für die Auffindbarkeit wichtig ist, erklärt Website-Relaunch planen: Inhalte, Weiterleitungen und SEO erhalten.

Die Kosten der ursprünglichen Erstellung und das Verhältnis von einmaligen zu laufenden Kosten behandelt Was kostet eine Firmenwebsite?.

Beispiel

Beispiel (hypothetisch): Wenn ein Update etwas kaputt macht

Eine Steuerberatungskanzlei betreibt eine WordPress-Website mit Kontaktformular. Ihr Wartungsvertrag umfasst monatliche Updates und wöchentliche Backups. Nach einem Plugin-Update funktioniert das Formular nicht mehr.

Ist im Vertrag geregelt, dass nach Updates geprüft wird und Fehler durch Updates behoben werden, ist das Teil der Wartung. Steht dort nur „monatliche Updates“, kann die Fehlerbehebung als Zusatzaufwand berechnet werden. Die Kanzlei hätte das mit einer Frage vorab klären können: „Was passiert, wenn ein Update etwas kaputt macht?“

Checkliste: Wartungsvereinbarung prüfen

Gehen Sie diese Punkte vor der Unterschrift durch. Jedes „weiß nicht“ ist eine Rückfrage.

  • Welche Software wird aktualisiert, und wie oft?
  • Wird nach Updates geprüft, ob Formular, Navigation und Darstellung noch funktionieren?
  • Wie schnell werden kritische Sicherheitslücken geschlossen?
  • Wie oft werden Backups erstellt, wo liegen sie, und wird die Wiederherstellung getestet?
  • Wer bemerkt einen Ausfall, und wie werden Sie informiert?
  • Ist Hosting enthalten, oder läuft es über einen eigenen Vertrag?
  • Sind Inhaltsänderungen enthalten, und in welchem Umfang?
  • Wie werden Leistungen außerhalb des Umfangs abgerechnet?
  • Was passiert im Notfall, etwa nach einem Angriff?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie kündigen Sie ihn?
  • Erhalten Sie Zugangsdaten zu Hosting, Domain und System, auch wenn Sie den Anbieter wechseln?

Wenn Sie selbst warten möchten

Eine kleine Website können Sie auch selbst pflegen, wenn Sie sich die Zeit fest einplanen. Legen Sie einen festen Termin im Monat fest, spielen Sie Updates ein, prüfen Sie danach die wichtigsten Seiten und das Kontaktformular und kontrollieren Sie, ob das letzte Backup vollständig ist. Abonnieren Sie zusätzlich die Sicherheitshinweise Ihres Systems oder den Warn- und Informationsdienst des CERT-Bund, den das BSI dafür nennt.

Technische Wartung bei Ichii

Ichii bietet technische Wartung ab 29 € im Monat an. Sie wird separat von der Erstellung berechnet, und der Umfang wird individuell mit Ihnen vereinbart.

Nächster Schritt

Gehen Sie die Checkliste mit Ihrem bestehenden Vertrag oder Ihrem Angebot durch und notieren Sie die offenen Punkte. Wenn Sie für Ihre Website eine technische Wartung vereinbaren möchten, finden Sie die Informationen unter Technische Wartung. Nutzen Sie einen Baukasten und sind mit ihm zufrieden, brauchen Sie in der Regel keinen zusätzlichen Vertrag.

Quellen

  1. Prävention und Erste Hilfe bei Webseiten-Kompromittierung oder Defacement (2021) — Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), accessed 2026-10-09
  2. Webanwendungen — Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), accessed 2026-10-09
  3. WordPress – Schwachstellen erlauben Remote Code Execution, Version 1.1 (20.07.2026) — Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), accessed 2026-10-09
  4. Hardening WordPress — WordPress.org Developer Resources, accessed 2026-10-09
  5. Which is Better – Hiring a Web Developer or Using a DIY Website Builder? (29.03.2018) — U.S. Small Business Administration, accessed 2026-10-09

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Ab 29 € pro Monat netto, separat berechnet. Den Umfang vereinbaren wir mit Ihnen.

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