Websites16 Min. Lesezeit

Alte Website modernisieren: Wann ein Relaunch sich lohnt, was er kostet und wie er abläuft

Veröffentlicht Von Ichii GmbH

Inhalt
  1. Woran Sie erkennen, dass Ihre Website veraltet ist
  2. Fünf Tests, die Sie selbst machen können
  3. Drei Wege: Auffrischen, Relaunch auf neuer Basis, Neuaufbau
  4. Entscheidungsmatrix: Welcher Weg passt zu Ihnen?
  5. Was ein Relaunch kostet und wovon das abhängt
  6. Wer den Relaunch umsetzen kann
  7. Der Ablauf eines Relaunchs in sieben Schritten
  8. Was Sie vorbereiten sollten
  9. Häufige Fehler beim Modernisieren
  10. Relaunch-Checkliste zum Kopieren
  11. Ihr nächster Schritt

Eine alte Website muss nicht automatisch neu gebaut werden. Ob Auffrischen reicht oder ein Relaunch sich lohnt, entscheiden drei Fragen: Ist die Technik noch gepflegt und aktualisierbar? Funktioniert die Seite auf dem Smartphone? Und stimmt die Botschaft noch, also das, was Sie heute anbieten und für wen?

Wenn nur Texte, Bilder und ein paar Darstellungsfehler veraltet sind, genügt oft eine Auffrischung auf der bestehenden Technik. Ist die Technik selbst veraltet, die Seite mobil schwer bedienbar oder kümmert sich niemand mehr darum, ist ein Relaunch auf neuer Basis meist die sauberere Lösung. Hat sich Ihr Angebot grundlegend verändert, steht ein Neuaufbau mit neuer Struktur und neuen Texten an.

Die Kosten hängen weniger von der Variante ab als von zwei Dingen: wie viele Inhalte übernommen, umgeschrieben oder neu erstellt werden müssen, und wie viele Seiten und Funktionen die neue Website hat. Unten finden Sie fünf Tests zur Selbstprüfung, eine Entscheidungsmatrix und eine Checkliste für den Ablauf.

Kurz gesagt

  • Prüfen Sie zuerst selbst: Smartphone-Test, PageSpeed Insights, Technikstand, Botschaft und Zuständigkeit. Das dauert etwa eine Stunde.
  • Auffrischen passt, wenn Technik und Struktur noch tragen. Relaunch auf neuer Basis passt, wenn die Inhalte im Kern stimmen, aber Technik oder Design nicht mehr. Neuaufbau passt, wenn sich Ihr Angebot verändert hat.
  • Größte Kostentreiber sind Inhaltsarbeit, Seitenzahl und Sonderfunktionen, nicht das neue Design.
  • Planen Sie die Adressen (URLs) und Weiterleitungen vor dem Launch. Rankings kann bei einem Relaunch niemand garantieren.
  • Bringen Sie zum Start Ihre bisherige Website, zwei bis drei Referenzseiten und eine Liste der Inhalte mit, die bleiben sollen.

Woran Sie erkennen, dass Ihre Website veraltet ist

„Alt“ ist kein Kriterium. Eine acht Jahre alte Website kann gut funktionieren, eine drei Jahre alte kann technisch vernachlässigt sein. Entscheidend ist, ob die Seite heute ihre Aufgabe erfüllt: Besucher sollen schnell verstehen, was Sie anbieten, und Sie problemlos erreichen.

Typische Anzeichen: Auf dem Smartphone muss man zoomen, die Seite lädt langsam, im Verwaltungsbereich warten seit Monaten Updates, Preise oder Team stimmen nicht mehr, und niemand weiß genau, wer die Zugangsdaten hat. Ein einzelnes Anzeichen rechtfertigt noch keinen Relaunch. Treffen mehrere zu, lohnt sich die strukturierte Prüfung.

Fünf Tests, die Sie selbst machen können

Die folgenden Prüfungen brauchen keine Fachkenntnisse. Notieren Sie die Ergebnisse, denn sie sind später eine gute Grundlage für jedes Gespräch mit einem Dienstleister.

TestSo gehen Sie vorWas das Ergebnis bedeutet
1. SmartphoneÖffnen Sie Startseite, eine Leistungsseite und die Kontaktseite auf Ihrem eigenen Telefon. Rufen Sie über die Seite einmal an und senden Sie das Formular ab.Wenn Sie zoomen oder seitlich scrollen müssen oder das Formular hakt, ist das ein ernstes Problem. Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Version Ihrer Seite.
2. LadezeitGeben Sie die Startseite in PageSpeed Insights ein und wählen Sie die Ansicht „Mobil“.Siehe Tabelle unten. Wichtig ist der obere Bereich mit Daten echter Nutzer, sofern vorhanden.
3. TechnikstandBei WordPress: „Dashboard › Aktualisierungen“ und „Werkzeuge › Website-Zustand“ ansehen. Bei anderen Systemen den Dienstleister nach Version und Update-Stand fragen.Viele offene Updates, Warnungen zur PHP-Version oder ein nicht mehr gepflegtes Theme deuten auf technischen Nachholbedarf hin.
4. BotschaftZeigen Sie die Startseite fünf Sekunden lang jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt. Fragen Sie: Was bietet die Firma an, für wen, wo, und wie erreicht man sie?Kann die Person zwei dieser Fragen nicht beantworten, liegt das Problem in Inhalt und Aufbau, nicht nur im Design.
5. ZuständigkeitKlären Sie, wer Zugang zu Website, Hosting und Domain hat und wer bisher Updates und Sicherungen erledigt.Wenn niemand zuständig ist, ist das ein Grund für einen Wechsel, aber auch eine Aufgabe, die nach jedem Relaunch bleibt.

Ein Hinweis zu Test 1: Google hat den früheren „Test auf Optimierung für Mobilgeräte“ und den zugehörigen Bericht in der Search Console im Dezember 2023 eingestellt. Als Alternative nennt Google unter anderem Lighthouse, das in Chrome eingebaut ist. Der Blick auf das eigene Telefon bleibt trotzdem der ehrlichste Test.

Core Web Vitals richtig lesen

PageSpeed Insights zeigt die drei Core Web Vitals. Google nennt dafür folgende Bereiche:

MesswertWas er misstGutVerbesserungsbedarfSchlecht
LCP (Largest Contentful Paint)Wann der größte sichtbare Inhalt geladen istbis 2,5 s2,5 bis 4 süber 4 s
INP (Interaction to Next Paint)Wie schnell die Seite auf Klicks und Eingaben reagiertbis 200 ms200 bis 500 msüber 500 ms
CLS (Cumulative Layout Shift)Wie stark Elemente beim Laden verrutschenbis 0,10,1 bis 0,25über 0,25

Zwei Dinge werden oft übersehen. Erstens stammen die oberen Werte in PageSpeed Insights aus echten Besuchen der letzten 28 Tage und zeigen das 75. Perzentil, also eher die schlechteren Erfahrungen als den Durchschnitt. Zweitens haben viele kleine Websites zu wenige Besucher für diese Felddaten. Dann sehen Sie nur die Labormessung von Lighthouse, die in einer simulierten Umgebung entsteht. Sie ist ein Hinweis, kein Urteil.

Gute Core Web Vitals sind laut Google ein Teil dessen, was die Ranking-Systeme belohnen, aber kein Garant für Platzierungen. Eine langsame Seite ist trotzdem ein klares Signal, dass etwas zu tun ist, schon wegen der Besucher.

Tipp

Hinweis zur PHP-Version bei WordPress

WordPress empfiehlt derzeit PHP 8.3 oder neuer. Ältere Versionen ab PHP 7.4 laufen zwar noch, haben aber laut WordPress ihr offizielles Supportende erreicht und können Sicherheitslücken mit sich bringen. Zeigt „Website-Zustand“ eine Warnung zur PHP-Version, fragen Sie Ihren Hoster oder Dienstleister, ob Theme und Plugins eine neuere Version vertragen.

Drei Wege: Auffrischen, Relaunch auf neuer Basis, Neuaufbau

Die drei Varianten unterscheiden sich darin, was bleibt: die Technik, die Inhalte oder nichts davon.

MerkmalAuffrischenRelaunch auf neuer BasisNeuaufbau
Was bleibtTechnik, Struktur, meist auch URLsInhalte im Kern, Teile der StrukturDomain, gegebenenfalls einzelne Inhalte
Was sich ändertTexte, Bilder, Updates, einzelne DarstellungsfehlerDesign, Technik, Seitenaufbau, Texte leicht überarbeitetStruktur, Texte, Bilder, oft auch Zielgruppe und Angebot
Passt, wenn …die Technik aktuell gehalten werden kann und die Struktur noch stimmtdie Inhalte im Kern stimmen, aber Technik, Design oder Mobilansicht nicht mehrsich Ihr Angebot, Ihre Zielgruppe oder Ihr Name verändert hat
Weniger geeignet, wenn …das Theme nicht mehr gepflegt wird oder jedes Update etwas kaputt machtSie eigentlich noch nicht wissen, was Sie künftig anbieteneine gute, gefundene Website nur optisch veraltet ist
Größte KostentreiberZustand der Technik, Anzahl der KorrekturenSeitenzahl, Inhaltsarbeit, Weiterleitungen, FunktionenKonzept, Texterstellung, Fotos, Seitenzahl

Auffrischen: wenn die Basis noch trägt

Beim Auffrischen bleibt das System, also zum Beispiel Ihre WordPress-Installation. Updates werden eingespielt, Texte und Fotos aktualisiert, einzelne Darstellungsprobleme behoben. Das ist der günstigste Weg, solange die Technik mitspielt.

Der Haken ist der unbekannte Zustand. Wer jahrelang keine Updates eingespielt hat, weiß oft nicht, ob Theme und Plugins die aktuellen Versionen vertragen. Lassen Sie den Zustand deshalb zuerst prüfen und den Aufwand schriftlich einschätzen, bevor Sie Inhalte überarbeiten. Für diese Variante ist meist der bisherige Dienstleister oder ein Anbieter für WordPress-Betreuung die richtige Adresse.

Relaunch auf neuer Basis: neue Technik, bewährte Inhalte

Beim Relaunch entsteht die Website technisch neu, die Inhalte werden aber übernommen, neu geordnet und leicht überarbeitet. Das passt zu der häufigsten Situation: Das Angebot ist im Wesentlichen gleich geblieben, aber die Seite sieht alt aus, ist mobil schwer bedienbar und lässt sich nicht mehr sicher pflegen.

Der Aufwand hängt vor allem davon ab, wie viele Seiten die neue Website hat, wie stark die Texte überarbeitet werden müssen und welche Funktionen dazukommen. Weil sich bei neuer Technik oft die Adressen der Unterseiten ändern, gehört eine Weiterleitungsliste zum Pflichtprogramm.

Neuaufbau: wenn sich Ihr Unternehmen verändert hat

Ein Neuaufbau ist sinnvoll, wenn die alte Website ein Unternehmen beschreibt, das es so nicht mehr gibt: neue Leistungen, neue Zielgruppe, neuer Name, Zusammenschluss. Dann bringt es wenig, alte Texte zu verschönern.

Hier entsteht der größte Aufwand nicht beim Bauen, sondern vorher: Was bieten Sie an, wem, mit welchen Argumenten? Texte schreiben, Fotos erstellen und die Struktur neu planen sind eigene Leistungen. Rechnen Sie dafür Zeit und Budget gesondert ein. Welche Seiten eine kleine Firmenwebsite tatsächlich braucht, steht im Beitrag Welche Seiten braucht eine Firmenwebsite?.

Entscheidungsmatrix: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Gehen Sie die Zeilen durch und markieren Sie, welche Spalte jeweils auf Sie zutrifft. Die Spalte mit den meisten Treffern ist Ihre Tendenz. Bei einem Gleichstand entscheidet die Zeile „Botschaft“.

FrageAuffrischenRelaunch auf neuer BasisNeuaufbau
TechnikUpdates laufen ohne ProblemeViele offene Updates, Theme veraltet, niemand traut sich ranegal, wird ohnehin neu
Smartphonekleine Darstellungsfehlermobil kaum bedienbarmobil kaum bedienbar
Botschaftstimmt nochstimmt im Kern, Texte holpernstimmt nicht mehr
Inhalteaktuell bis auf Detailsweitgehend brauchbar, müssen neu geordnet werdenmüssen neu geschrieben werden
Seitenzahlbleibt gleichwird meist kleiner und klarerwird neu festgelegt
Zuständigkeitjemand pflegt die Seiteniemand fühlt sich zuständigwird neu geregelt

Beispiel

Beispiel (hypothetisch): Steuerbüro mit WordPress-Website von 2017

Ein Steuerbüro mit fünf Mitarbeitenden hat eine WordPress-Website mit 14 Seiten. Das Theme wurde seit Jahren nicht aktualisiert, 23 Plugin-Updates sind offen, und auf dem Smartphone überlappen sich Menü und Logo. Die Leistungen sind weitgehend gleich geblieben, nur zwei Mitarbeitende sind gegangen und eine neue Leistung (digitale Buchhaltung) ist dazugekommen.

Die Matrix ergibt: Technik und Smartphone sprechen für einen Relaunch, die Botschaft stimmt im Kern. Bei der Durchsicht zeigt sich, dass vier Seiten fast denselben Inhalt haben und zwei Seiten veraltete Aktionen beschreiben. Die neue Website kommt mit neun Seiten aus. Die vier ähnlichen Seiten werden zu einer zusammengelegt, die zwei Aktionsseiten entfallen, und für jede alte Adresse wird festgelegt, wohin sie künftig führt.

Die neue Leistung bekommt eine eigene Seite. Den Text dafür schreibt das Büro selbst, weil es die Leistung am besten kennt, und lässt ihn beim Relaunch nur sprachlich glätten.

Was ein Relaunch kostet und wovon das abhängt

Eine seriöse Pauschalzahl gibt es auch hier nicht. In den Ratgebern, die wir für diesen Beitrag geprüft haben, reichen die genannten Spannen von wenigen tausend bis zu über 90.000 Euro. Keiner der Ratgeber belegt seine Zahlen mit erhobenen Daten. Wir verzichten deshalb auf Marktdurchschnitte. Stattdessen zeigen wir veröffentlichte Einzelangebote und die Faktoren, an denen Sie Ihr Projekt selbst einordnen können.

KostentreiberGünstiger, wenn …Teurer, wenn …
Inhaltsarbeitbestehende Texte übernommen und nur leicht überarbeitet werdenTexte neu geschrieben, Fotos neu erstellt oder viele Seiten umgebaut werden
Seitenzahldie neue Website weniger, klarere Seiten hatjede alte Seite erhalten bleiben soll
Designein bewährtes Designsystem angepasst wirdein komplett individuelles Design entsteht
FunktionenKontaktformular und Karte genügenBuchung, Shop, Login oder Schnittstellen dazukommen
Altlastendie alte Website gut dokumentiert ist und Zugänge vorliegenZugangsdaten fehlen oder Inhalte erst aus dem alten System gerettet werden müssen
Spracheneine Sprachezwei oder mehr Sprachen

Was Anbieter für einen Relaunch veröffentlichen

Einige Anbieter nennen ihre Relaunch-Preise offen. Die folgenden Angaben haben wir am 18. Oktober 2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft. Es sind Einzelangebote mit sehr unterschiedlichem Umfang, kein Marktdurchschnitt. Hinweis in eigener Sache: Ichii veröffentlicht diesen Beitrag und steht selbst in der Tabelle. Die Reihenfolge folgt dem Einstiegspreis.

Anbieter und AngebotPreis laut AnbieterEnthalten laut AnbieterNicht enthalten oder zu beachten
Ichii, Firmenwebsite790 € netto, einmaligSichtung der bisherigen Website, Auswahl und Neuordnung passender Inhalte mit leichter Überarbeitung, bis 10 Seiten, eine Sprache, eine Korrekturrundekeine vollständige Übernahme aller alten Inhalte, kein Versprechen zum Erhalt der Rankings, keine Rechtstexte; Wartung ab 29 € im Monat netto separat
toujou (System auf TYPO3-Basis), Website-Relaunch2.616 € netto im ersten Jahr: 1.680 € Aktivierung und 420 € Umzug, Einrichtung und Design einmalig, dazu 480 € Hosting und Wartung sowie 36 € SSL pro JahrÜbertrag von 20 Seiten, Übernahme der Seiten- und URL-Struktur, Hosting mit UpdatesBearbeiten von Texten und Medien nicht im Preis; ab dem zweiten Jahr 516 € netto pro Jahr
KNGURU, Website-Überarbeitunggezielte Überarbeitung ab 4.990 €, technische Überarbeitung ab 9.000 €, Design und Inhalte neu ab 15.000 €, Komplett-Relaunch ab 25.000 €je nach Stufe Design und Inhalte auf Stand, neue Technik oder neue Struktur und TexteMwSt.-Angabe auf der Seite nicht gefunden
INSYNC, Website-Relaunchab 8.000 €laut Anbieter abhängig von Seitenzahl, Funktionen, Migrationsaufwand und AnimationenMwSt.-Angabe auf der Seite nicht gefunden; ein fokussierter B2B-Relaunch liegt laut INSYNC meist im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich

Die Spanne zeigt vor allem, wie verschieden „Relaunch“ verstanden wird. Bei toujou ziehen Sie auf das TYPO3-basierte System des Anbieters um und zahlen Hosting und Wartung jährlich weiter. Bei KNGURU und INSYNC steigt der Preis mit dem Anteil an neuer Technik, neuem Design und neuen Texten. Ab-Preise sind Einstiegswerte, der endgültige Betrag steht erst im Angebot.

Ein Punkt ist beim Relaunch besonders: Die vollständige Übernahme aller alten Inhalte ist oft teurer als eine bewusste Auswahl. Viele alte Websites enthalten Seiten, die niemand mehr aufruft. Diese 1:1 zu übertragen kostet Zeit, ohne dass Besucher davon profitieren.

Rechnen Sie außerdem laufende Kosten getrennt: Domain, Hosting und technische Wartung bleiben nach dem Relaunch bestehen. Wie Sie einmalige und laufende Kosten sauber trennen und was dabei oft vergessen wird, zeigt der Beitrag Was kostet eine Firmenwebsite?.

Wer den Relaunch umsetzen kann

Für einen Relaunch kommen verschiedene Anbietertypen infrage. Keiner ist grundsätzlich besser, sie passen zu unterschiedlichen Projekten.

AnbietertypPasst, wenn …Weniger geeignet, wenn …
Bisheriger Dienstleister oder WordPress-BetreuungSie die Technik behalten und nur auffrischen wollendie Zusammenarbeit der Grund für den Stillstand war
Website-Baukasten in EigenregieSie Zeit haben, gern selbst gestalten und eine einfache Website genügtIhnen die Zeit fehlt oder die Inhalte erst geordnet werden müssen
Freiberufliche WebdesignerSie eine feste Ansprechperson für ein überschaubares Projekt suchenviele Fachgebiete gleichzeitig gebraucht werden, etwa Text, Fotografie und Technik
Festpreisangebote für kleine Websitesder Umfang klar abgegrenzt ist, etwa nach Seitenzahl, und Ihre Inhalte im Kern vorliegenSie viele Seiten, mehrere Sprachen oder ein individuelles Konzept brauchen
Agenturdie Website groß, mehrsprachig oder mit anderen Systemen verbunden ist oder ein neues Markenkonzept entstehtSie eine kleine Website mit fertigen Inhalten modernisieren möchten

Auch Ichii gehört zum Typ „Festpreis für kleine Websites“. Für einen mehrsprachigen Relaunch mit 40 Seiten ist eine Agentur die bessere Wahl. Wenn Sie bereits Angebote vorliegen haben, hilft der Beitrag Website-Angebote vergleichen beim Prüfen der Positionen.

Der Ablauf eines Relaunchs in sieben Schritten

Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo: erst Bestand, dann Inhalt, dann Design.

  1. Schritt 1: Ziel festlegen: Was soll die neue Website besser machen? Zum Beispiel: mobil funktionieren, mehr Anfragen über das Formular bringen, sicher gepflegt werden. Zwei bis drei Ziele reichen.
  2. Schritt 2: Bestand aufnehmen: Listen Sie alle Seiten der alten Website auf, auch verlinkte PDFs. Notieren Sie, welche Seiten Besucher bringen, etwa laut Google Search Console. Sichern Sie Texte und Bilder, bevor etwas abgeschaltet wird.
  3. Schritt 3: Über Inhalte entscheiden: Für jede Seite gilt: behalten, überarbeiten, zusammenlegen, streichen oder neu schreiben. Daraus ergibt sich die neue Seitenstruktur.
  4. Schritt 4: Adressen planen: Legen Sie für jede alte URL fest, wohin sie künftig führt. Wo die alte Adresse gut ist, behalten Sie sie. Die Einzelheiten zu Weiterleitungen beschreibt der Beitrag Website-Relaunch planen: Inhalte, Weiterleitungen und SEO.
  5. Schritt 5: Unterlagen zusammenstellen: Bisherige Website, Referenzseiten, Logo, Fotos, die Inhaltsliste aus Schritt 3 und die Zugänge zu Domain und Hosting.
  6. Schritt 6: Entwurf prüfen und freigeben: Testen Sie den Entwurf auf dem eigenen Smartphone, nicht nur am Bildschirm. Sammeln Sie Korrekturen gebündelt statt einzeln.
  7. Schritt 7: Launch und Kontrolle: Weiterleitungen einrichten, Formular testen, Impressum und Datenschutzerklärung prüfen. In den Wochen danach auf Fehlerseiten für alte Adressen achten.

Google empfiehlt bei Umzügen von Websites, Änderungen möglichst nacheinander statt alle gleichzeitig vorzunehmen. Für kleine Websites ist das nicht immer praktikabel. Ein guter Kompromiss: Wo die bisherigen Adressen sauber und verständlich sind, behalten Sie sie, auch wenn sich Design und Technik ändern. Jede Adresse, die gleich bleibt, ist eine Fehlerquelle weniger.

Rechnen Sie nach dem Launch mit Schwankungen in der Suche. Google schreibt, dass sich bei einem Umzug die Sichtbarkeit vorübergehend verändern kann und es bei kleinen bis mittelgroßen Websites einige Wochen dauern kann, bis die meisten Seiten umgezogen sind. Eine Garantie, dass bisherige Platzierungen erhalten bleiben, gibt es nicht.

Was Sie vorbereiten sollten

Die wichtigste Vorbereitung ist die alte Website selbst. Sie zeigt, was Ihr Unternehmen bisher kommuniziert, welche Inhalte es gibt und wo die Schwächen liegen. Dazu kommen Beispiele, die Ihnen gefallen.

  • Ihre bisherige Website: Adresse, Zugangsdaten, falls vorhanden, und eine Sicherung der Texte und Bilder.
  • Zwei bis drei Referenzseiten: Notieren Sie zu jeder, was Ihnen gefällt, etwa „klare Startseite“, „ruhige Farben“ oder „Leistungen auf einen Blick“. Referenzen geben die Richtung vor. Sie werden nicht kopiert.
  • Eine Inhaltsliste: welche Seiten bleiben, welche wegfallen, was neu dazukommt.
  • Logo und Fotos: in der besten verfügbaren Qualität. Prüfen Sie, ob Sie die Rechte an den Bildern haben, besonders bei Fotos aus der alten Website.
  • Zugänge: Wer verwaltet die Domain, wer das Hosting, wer das E-Mail-Postfach? Diese Frage blockiert Launches häufiger als jede technische Hürde.

Was ein vollständiges Briefing darüber hinaus enthält, zeigt die Vorlage für ein Website-Briefing.

Häufige Fehler beim Modernisieren

Achtung

Was Relaunches teuer oder riskant macht

  • Design vor Inhalt: Ein neues Layout wird abgestimmt, bevor klar ist, welche Seiten und Texte es geben soll. Danach passt beides nicht zusammen.
  • Alles übernehmen wollen: Jede alte Seite 1:1 zu übertragen kostet Zeit und bringt veraltete Inhalte in die neue Website.
  • Adressen vergessen: Alte URLs laufen ohne Weiterleitung ins Leere, Links von anderen Websites und aus Suchmaschinen führen auf Fehlerseiten.
  • Alte Website zu früh abschalten: Der alte Hosting-Vertrag endet, bevor Texte und Bilder gesichert sind.
  • Sperre der Testumgebung bleibt aktiv: Die neue Website ist nach dem Launch noch für Suchmaschinen gesperrt.
  • Zuständigkeit nicht geklärt: Nach dem Relaunch kümmert sich wieder niemand um Updates, und in einigen Jahren beginnt alles von vorn.

Ein weiterer Fehler ist, ein Problem der Botschaft mit Design lösen zu wollen. Wenn Besucher kommen, aber keine Anfragen schicken, liegt die Ursache oft woanders. Wie Sie das eingrenzen, zeigt der Beitrag Besucher, aber keine Anfragen.

Relaunch-Checkliste zum Kopieren

Kopieren Sie die Liste in ein Dokument und haken Sie die Punkte gemeinsam mit Ihrem Dienstleister ab.

Vorlage

Relaunch-Checkliste

  • Zwei bis drei Ziele für die neue Website sind schriftlich festgehalten.
  • Die fünf Selbsttests sind gemacht und die Ergebnisse notiert.
  • Die Entscheidung ist gefallen: Auffrischen, Relaunch auf neuer Basis oder Neuaufbau.
  • Alle Seiten der alten Website sind aufgelistet, einschließlich verlinkter PDFs.
  • Texte und Bilder der alten Website sind gesichert.
  • Für jede Seite ist entschieden: behalten, überarbeiten, zusammenlegen, streichen oder neu.
  • Die neue Seitenstruktur steht fest.
  • Für jede alte URL ist festgelegt, wohin sie künftig führt.
  • Zwei bis drei Referenzseiten mit kurzen Notizen liegen vor.
  • Logo, Fotos und Bildrechte sind geklärt.
  • Zugänge zu Domain, Hosting und E-Mail sind bekannt.
  • Im Angebot steht, was enthalten ist: Seitenzahl, Inhaltsarbeit, Korrekturrunden, Weiterleitungen.
  • Der Entwurf ist auf dem eigenen Smartphone geprüft.
  • Impressum und Datenschutzerklärung sind auf der neuen Website aktuell.
  • Weiterleitungen sind eingerichtet und mit Stichproben getestet.
  • Die Sperre der Testumgebung für Suchmaschinen ist entfernt.
  • Kontaktformular und Telefonlink funktionieren auf dem Smartphone.
  • Es ist geklärt, wer nach dem Launch Updates und Sicherungen übernimmt.

Ihr nächster Schritt

Machen Sie diese Woche die fünf Selbsttests und gehen Sie die Entscheidungsmatrix durch. Damit wissen Sie, welchen Weg Sie suchen, und können Anbieter gezielt ansprechen. Wenn Sie sich für einen Relaunch einer kleinen Website entscheiden, finden Sie Leistungsumfang und Preis auf unserer Seite zur Firmenwebsite.

Quellen

  1. Understanding Core Web Vitals and Google search results — Google Search Central, abgerufen am 18.10.2026
  2. Web Vitals — web.dev (Google), abgerufen am 18.10.2026
  3. About PageSpeed Insights — Google for Developers, abgerufen am 18.10.2026
  4. Mobile-first indexing best practices — Google Search Central, abgerufen am 18.10.2026
  5. The role of page experience in creating helpful content (April 2023) — Google Search Central Blog, abgerufen am 18.10.2026
  6. Lighthouse overview — Chrome for Developers, abgerufen am 18.10.2026
  7. Site moves with URL changes — Google Search Central, abgerufen am 18.10.2026
  8. Website-Relaunch zum Pauschalpreis — toujou, abgerufen am 18.10.2026
  9. Website überarbeiten lassen — KNGURU, abgerufen am 18.10.2026
  10. Website-Relaunch-Agentur — INSYNC, abgerufen am 18.10.2026
  11. Requirements — WordPress.org, abgerufen am 18.10.2026
  12. Site Health screen — WordPress.org Documentation, abgerufen am 18.10.2026

Firmenwebsite mit bis zu 10 Seiten

Einmalig 790 € netto – wir ordnen die Inhalte Ihrer bisherigen Website oder Unterlagen und bauen die neue Seite auf einem erprobten Designsystem.

Website-Angebot ansehen