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Website für Unternehmensberater: Aufbau, Inhalte und Preise

Veröffentlicht Von Ichii GmbH

Inhalt
  1. Was Entscheider auf einer Beraterwebsite prüfen
  2. Positionierung: nach Problem oder Branche, nicht nach Methode
  3. Leistungsseiten, die das Ergebnis beschreiben
  4. Fallstudien ohne Kundennamen schreiben
  5. Profil- und Teamseite: wer die Arbeit macht
  6. Fachbeiträge und LinkedIn sinnvoll verbinden
  7. Zweisprachig für internationale Auftraggeber
  8. Der Kontaktweg im B2B: kurz statt Fragebogen
  9. Förderhinweise korrekt formulieren
  10. Sitemap: Solo-Berater und Beratung mit fünf Personen
  11. Was eine Beraterwebsite kostet
  12. Checkliste vor dem Livegang

Wer eine Unternehmensberatung beauftragt, kauft keine Leistung, die er vorher anfassen kann. Deshalb prüft ein Entscheider auf Ihrer Website vor allem drei Dinge: Versteht diese Person mein Problem? Hat sie so etwas schon gelöst? Und ist es risikoarm, Kontakt aufzunehmen?

Eine gute Beraterwebsite beantwortet genau diese Fragen. Sie braucht dafür eine klare Positionierung nach Problem oder Branche, Leistungsseiten, die das Ergebnis beschreiben statt der Methode, nachvollziehbare Fallbeispiele (auch ohne Kundennamen), ein glaubwürdiges Profil und einen kurzen Kontaktweg. Für Solo-Berater reichen dafür oft sieben bis acht Seiten, eine Beratung mit fünf Personen braucht deutlich mehr.

Der Preis hängt weniger von der Technik ab als von den Inhalten: Wie viele Leistungs- und Fallstudienseiten gibt es, wer schreibt sie, und brauchen Sie eine zweite Sprache? Dazu weiter unten mehr.

Kurz gesagt

  • Positionieren Sie sich über das Problem oder die Branche Ihrer Kunden, nicht über Ihre Methode.
  • Jede Beratungsleistung bekommt eine eigene Seite mit Ausgangslage, Ergebnis, Vorgehen und Format.
  • Fallstudien funktionieren auch anonym, wenn Sie Vertraulichkeitsvereinbarungen prüfen, die Freigabe einholen und keine identifizierenden Details kombinieren.
  • Profil- und Teamseiten mit Werdegang, Schwerpunkten und Autorenangaben stärken Vertrauen; verlinken Sie Ihr LinkedIn-Profil in beide Richtungen.
  • Eine englische Fassung lohnt sich, wenn internationale Auftraggeber zu Ihrer Zielgruppe gehören, aber nicht für jede Seite.
  • Kontakt im B2B: wenige Felder, direkte E-Mail-Adresse und eine klare Beschreibung, was im Erstgespräch passiert.

Was Entscheider auf einer Beraterwebsite prüfen

Ein Geschäftsführer oder eine Bereichsleiterin kommt selten zufällig auf Ihre Website. Meist hat jemand Sie empfohlen, oder die Person hat Ihren Namen in einem Beitrag gelesen. Die Website ist dann der Abgleich: Passt das, was ich gehört habe, zu dem, was ich hier sehe?

Die folgende Tabelle ordnet die typischen Prüffragen den Stellen zu, an denen Ihre Website sie beantworten sollte.

Frage des EntscheidersWo die Antwort stehen sollteWas als Beleg wirkt
Ist das ein Spezialist für mein Thema?Startseite, erster BildschirmKonkretes Problem, Branche oder Unternehmensgröße statt „Beratung für den Mittelstand“
Was bekomme ich am Ende?LeistungsseitenBeschriebenes Ergebnis, Format, Dauer, Abgrenzung
Hat die Person das schon gemacht?Fallstudien, ProfilNachvollziehbare Ausgangslage, Vorgehen und belegbares Ergebnis
Wer arbeitet konkret an meinem Projekt?Profil- oder TeamseiteWerdegang, Schwerpunkte, Foto, LinkedIn-Profil
Wie denkt diese Person?FachbeiträgeEigene Einschätzungen mit Autorenangabe
Wie riskant ist der erste Schritt?Kontaktseite, LeistungsseitenBeschreibung des Erstgesprächs, kurzer Kontaktweg

Google formuliert ähnliche Fragen für hilfreiche Inhalte: Ist erkennbar, wer einen Inhalt verfasst hat, und zeigt er Fachwissen aus erster Hand? Vertrauen nennt Google dabei als wichtigsten Aspekt. Das ist kein Ranking-Rezept, beschreibt aber gut, was auch menschliche Leser von einer Beraterwebsite erwarten.

Positionierung: nach Problem oder Branche, nicht nach Methode

Die größte Schwäche vieler Beraterwebsites ist der erste Satz. „Wir begleiten Unternehmen bei Veränderungsprozessen“ passt auf Hunderte Beratungen. Der Besucher kann daraus nicht ableiten, ob Sie für sein Problem die richtige Wahl sind.

Stärker ist eine Positionierung, die mindestens eine dieser Achsen konkret macht:

  • Problem: „Wir bringen festgefahrene ERP-Einführungen wieder in den Zeitplan.“
  • Branche: „Kostenrechnung und Kalkulation für Lebensmittelhersteller.“
  • Unternehmensgröße oder Situation: „Nachfolgeplanung für Familienunternehmen mit 20 bis 200 Beschäftigten.“

Ihre Methode gehört auf die Leistungsseite, nicht in die Überschrift. Kaum ein Kunde sucht nach einem Framework, sondern nach einer Lösung für eine Lage, in der er gerade steckt.

Sagen Sie ruhig auch, für wen Sie nicht die richtige Wahl sind. Ein Satz wie „Für Konzerne mit eigener Strategieabteilung sind wir nicht die richtige Wahl“ wirkt nicht abweisend, sondern glaubwürdig.

Leistungsseiten, die das Ergebnis beschreiben

Jede Beratungsleistung, für die Sie gefunden werden wollen, braucht eine eigene Seite mit eigener Adresse und eigenem Seitentitel. Eine Sammelseite mit sechs Leistungen in Stichpunkten beantwortet keine der Fragen aus der Tabelle oben. Warum eigene Seiten auch für Suchmaschinen sinnvoller sind als ein Onepager, erklärt der Beitrag welche Seiten eine Firmenwebsite braucht.

Eine Leistungsseite für Beratung folgt am besten diesem Aufbau:

  1. Ausgangslage: Woran erkennt der Kunde, dass er diese Leistung braucht? Beschreiben Sie Symptome in seiner Sprache.
  2. Ergebnis: Was liegt am Ende vor? Zum Beispiel eine priorisierte Maßnahmenliste, ein abgestimmtes Zielbild oder eine eingeführte Kostenrechnung.
  3. Vorgehen: Drei bis fünf Schritte, ohne Methodenjargon.
  4. Format und Dauer: Workshop-Tag, Projekt über acht Wochen, Begleitung auf Abruf; vor Ort oder remote.
  5. Was Sie vom Kunden brauchen: Ansprechpartner, Daten, Zeitaufwand der Beteiligten.
  6. Abgrenzung: Was gehört ausdrücklich nicht dazu?

Formulieren Sie das Ergebnis als Arbeitsergebnis, nicht als Erfolgsversprechen. „Sie erhalten eine bewertete Liste der Einsparpotenziale“ ist überprüfbar. „Wir senken Ihre Kosten um 20 %“ ist es nicht, und Sie können es vorab auch nicht wissen.

Fallstudien ohne Kundennamen schreiben

Fallstudien sind für Berater der stärkste Beleg und zugleich der heikelste. Viele Mandate laufen unter Vertraulichkeitsvereinbarungen, und kaum ein Kunde möchte öffentlich lesen, dass er Hilfe bei einer Sanierung oder einem gescheiterten Projekt gebraucht hat.

Anonyme Fallstudien sind deshalb üblich und völlig legitim. Damit sie trotzdem glaubwürdig wirken und Sie keine Vertraulichkeit verletzen, helfen vier Regeln:

  1. Vertrag prüfen: Lesen Sie die Vertraulichkeitsklausel oder die NDA, bevor Sie schreiben. Manche Vereinbarungen schließen auch anonymisierte Darstellungen aus. Lassen Sie sich im Zweifel rechtlich beraten.
  2. Freigabe einholen: Legen Sie dem Kunden den fertigen Text vor und holen Sie eine schriftliche Freigabe ein, auch wenn kein Name genannt wird. Das schützt die Beziehung mehr als jede Formulierung.
  3. Nicht identifizierbar kombinieren: In einer kleinen Branche kann die Kombination aus Region, Mitarbeiterzahl und Anlass genügen, um ein Unternehmen zu erkennen. Nennen Sie Spannen und grobe Regionen statt genauer Werte.
  4. Nur belegbare Zahlen: Nennen Sie Ergebnisse nur, wenn Sie sie selbst gemessen haben oder der Kunde sie bestätigt. Ein qualitatives Ergebnis ist besser als eine geschätzte Prozentzahl.

Achtung

Anonym heißt nicht unerkennbar

„Familiengeführter Maschinenbauer, 180 Beschäftigte, Ostwestfalen, Nachfolge 2025“ ist kein Name, kann in einer Nische aber eindeutig sein. Schreiben Sie lieber „Maschinenbauunternehmen mit 100 bis 250 Beschäftigten in Norddeutschland“ und lassen Sie den Kunden prüfen, ob er sich wiedererkannt fühlt.

Die folgende Vorlage können Sie für jede Fallstudie kopieren und ausfüllen.

Vorlage

Vorlage: anonyme Fallstudie für Beraterwebsites

  • Titel: Ergebnis in einem Satz (z. B. „Kalkulation neu aufgestellt, Angebote wieder vergleichbar“)
  • Kunde (anonym): Branche, Größenspanne, grobe Region
  • Ausgangslage: Was war das Problem, und woran hat der Kunde es gemerkt?
  • Auftrag: Was genau sollte geklärt oder umgesetzt werden? Was war ausdrücklich nicht Teil des Auftrags?
  • Vorgehen: drei bis fünf Schritte, Dauer, Format (vor Ort, remote)
  • Beteiligte: Wer auf Kundenseite war eingebunden (Funktionen, keine Namen)?
  • Ergebnis: Was lag am Ende vor? Zahlen nur, wenn gemessen oder vom Kunden bestätigt
  • Was der Kunde heute anders macht: ein bis zwei Sätze
  • Zitat: nur mit Freigabe, ggf. mit Funktion statt Name („Geschäftsführer“)
  • Freigabe: Datum und Form der Freigabe (intern notieren, nicht veröffentlichen)
  • Verlinkung: passende Leistungsseite

Profil- und Teamseite: wer die Arbeit macht

In der Beratung kauft der Kunde die Person mit. Die Profilseite sollte deshalb mehr enthalten als einen Lebenslauf.

  • Werdegang mit den Stationen, die für Ihre Positionierung relevant sind
  • Schwerpunkte und Branchen, in denen Sie gearbeitet haben
  • Wie Sie arbeiten: Rolle im Projekt, Einbindung des Kunden, typische Dauer
  • Sprachen, in denen Sie beraten
  • Ein aktuelles, professionelles Foto
  • Link zu Ihrem LinkedIn-Profil und, falls vorhanden, zu Vorträgen oder Veröffentlichungen

Bei einer Beratung mit mehreren Personen gehört jede beratende Person auf die Teamseite, mit eigenem Kurzprofil. Wer auf der Website steht, sollte auch tatsächlich in Projekten arbeiten. Für Fotos von Mitarbeitenden gilt: Bildnisse dürfen nach § 22 KUG grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden. Holen Sie die Einwilligung schriftlich ein und regeln Sie, was beim Ausscheiden passiert.

Fachbeiträge und LinkedIn sinnvoll verbinden

Fachbeiträge sind für Berater Arbeitsproben. Ein Leser, der Ihre Einschätzung zu einem konkreten Problem gelesen hat, weiß danach mehr über Ihre Denkweise als nach jeder Leistungsbeschreibung.

LinkedIn und Website ergänzen sich dabei. Auf LinkedIn erreichen Sie Menschen, die Sie noch nicht kennen. Auf der Website liegen die ausführlichen Texte dauerhaft, gut auffindbar und unter Ihrer Kontrolle. Eine praktikable Arbeitsteilung:

  • Ausführliche Beiträge erscheinen zuerst auf der Website, mit Autorenangabe und Link zum Profil.
  • Auf LinkedIn teilen Sie eine Kurzfassung oder einen Gedanken daraus und verlinken den Beitrag.
  • Ihr LinkedIn-Profil verlinkt auf die Website, die Profilseite verlinkt zurück auf LinkedIn.

Google empfiehlt ausdrücklich zutreffende Autorenangaben, wo Leser sie erwarten, und fragt, ob die Autorenzeile zu weiteren Informationen über die Person führt. Für Beraterbeiträge ist das ohnehin naheliegend.

Starten Sie aber keinen Blog, den Sie nicht pflegen können. Drei gute Beiträge zu den Fragen, die Ihnen Kunden im Erstgespräch stellen, wirken besser als ein Bereich „Aktuelles“, dessen letzter Eintrag zwei Jahre alt ist.

Zweisprachig für internationale Auftraggeber

Wenn Sie für Tochtergesellschaften internationaler Konzerne, für ausländische Investoren oder in englischsprachigen Projektteams arbeiten, lohnt sich eine englische Fassung. Sie muss nicht jede Seite spiegeln. Meist genügen Startseite, die Leistungen, die Sie auch auf Englisch erbringen, das Profil und der Kontakt.

Übersetzen Sie Fallstudien nur, wenn sie für internationale Kunden relevant sind, und holen Sie die Freigabe auch für die englische Fassung ein. Wie Sie Sprachversionen technisch sauber trennen und was eine zweite Sprache laufend kostet, steht im Beitrag Website auf Deutsch und Englisch.

Der Kontaktweg im B2B: kurz statt Fragebogen

Manche Beraterwebsites versuchen, Anfragen schon im Formular zu qualifizieren: Unternehmensgröße, Budget, Branche, Dringlichkeit, alles als Pflichtfeld. Ein Entscheider, der sich erst orientieren will, bricht an dieser Stelle eher ab.

Qualifizieren Sie stattdessen über den Inhalt der Seiten. Wer Ihre Positionierung und Leistungsseiten gelesen hat, weiß, ob er passt. Für den Kontakt genügen dann wenige Felder, und eine direkte E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer sollten zusätzlich sichtbar sein. Welche Felder wirklich nötig sind und was das Datenschutzrecht dazu sagt, zeigt der Beitrag Kontaktformular: Welche Pflichtfelder sind wirklich nötig?.

Beschreiben Sie außerdem das Erstgespräch: Wie lange dauert es, kostet es etwas, was sollte der Interessent vorbereiten, und was passiert danach? Das senkt die Hürde mehr als jeder Button-Text.

Förderhinweise korrekt formulieren

Manche Berater weisen auf ihrer Website auf die Beratungsförderung des BAFA hin. Das Programm heißt laut BAFA „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“. Die Förderrichtlinie gilt nach Angabe des BAFA bis zum 31. Dezember 2026, Stand der Prüfung: 18. Oktober 2026.

Wenn Sie das auf Ihrer Website erwähnen, sollten Sie drei Dinge beachten:

  • Nennen Sie das Programm nur, wenn Ihr Beratungsunternehmen beim BAFA registriert ist und die Voraussetzungen der Richtlinie erfüllt.
  • Versprechen Sie keine Förderung. Ob ein Kunde gefördert wird, entscheidet das BAFA. Laut BAFA darf die Beratung erst nach Erhalt eines Informationsschreibens beginnen, und schon die Unterzeichnung des Beratungsvertrags gilt als Beginn. Ein Hinweis darauf auf Ihrer Kontaktseite erspart Kunden einen teuren Fehler.
  • Datieren Sie den Hinweis und prüfen Sie ihn, wenn die Richtlinie ausläuft. Ob und in welcher Form das Programm nach 2026 weitergeführt wird, war bei unserer Prüfung nicht ersichtlich.

Konkrete Förderquoten und Höchstbeträge nennen Sie am besten nicht selbst, sondern verlinken die BAFA-Seite. So bleibt der Hinweis richtig, auch wenn sich Konditionen ändern.

Sitemap: Solo-Berater und Beratung mit fünf Personen

Die folgende Gegenüberstellung zeigt zwei typische Strukturen. Sie ist ein Ausgangspunkt, keine Norm. Gezählt sind einzelne Seiten mit eigener Adresse.

SeiteSolo-BeraterBeratung mit 5 PersonenZweck
Startseite11Positionierung, wichtigste Leistungen, Belege, Kontakt
Leistungsübersichtentfällt (auf der Startseite)1Orientierung bei vielen Leistungen
Leistungsseiten24je Leistung Ausgangslage, Ergebnis, Vorgehen, Format
Branchenentfällt1Erfahrung nach Branche gebündelt
Fallstudien1 (zwei bis drei Fälle auf einer Seite)1 Übersicht + 3 einzelneBelege, mit Leistungsseiten verknüpft
Profil / Team1 Profil1 Teamseite mit KurzprofilenWer arbeitet am Projekt?
Vorgehen / Zusammenarbeitentfällt (auf den Leistungsseiten)1Ablauf, Erstgespräch, Rollen
Fachbeiträgeoptional, später1 Übersicht + BeiträgeArbeitsproben, Autorenangaben
KarriereentfälltoptionalWenn Sie einstellen
Kontakt11Kurzer Weg, Erstgespräch beschrieben
Impressum11Pflichtangaben nach § 5 DDG
Datenschutzerklärung11Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO
Summe ohne Fachbeiträge und Karriere816

Der Unterschied liegt nicht im Design, sondern in der Zahl der Inhalte. Jede zusätzliche Leistungs- und Fallstudienseite muss geschrieben, abgestimmt und gepflegt werden. Kommt eine englische Fassung hinzu, verdoppelt sich ein Teil davon.

Beispiel

Beispiel (hypothetisch): Solo-Beraterin für Einkauf im Mittelstand

Eine Beraterin hilft produzierenden Unternehmen mit 50 bis 300 Beschäftigten, ihren Einkauf zu professionalisieren. Ihre Startseite beginnt mit: „Einkauf im Mittelstand: Lieferantenbasis ordnen, Preise nachvollziehbar verhandeln.“

Sie plant acht Seiten nach der Solo-Spalte oben: zwei Leistungsseiten („Lieferantenanalyse in sechs Wochen“ und „Einkaufsrichtlinie einführen“), eine Fallstudienseite mit zwei anonymen Fällen, die beide Kunden schriftlich freigegeben haben, ihr Profil mit LinkedIn-Link, Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung. Das Kontaktformular fragt nur Name, E-Mail und Anliegen; daneben stehen ihre E-Mail-Adresse und eine Beschreibung des 30-minütigen Erstgesprächs.

Fachbeiträge plant sie für später, sobald sie drei Themen hat, die Kunden im Erstgespräch regelmäßig ansprechen.

Arbeiten Sie eher mit Einzelpersonen als mit Unternehmen, etwa im Business- oder Karrierecoaching, sieht die Struktur anders aus. Dafür gibt es den Beitrag Website für Coaches.

Was eine Beraterwebsite kostet

Die Kosten folgen denselben Faktoren wie bei jeder Firmenwebsite: Seitenzahl, Design, Inhalte, Funktionen und Sprachen. Wie sich diese Faktoren auswirken und welche laufenden Kosten dazukommen, erklärt der Beitrag Was kostet eine Firmenwebsite?. Welche Leistung Sie in typischen Preisklassen erwarten können, zeigt der Vergleich Website für 500 €, 1.000 € oder 5.000 €.

Bei Beraterwebsites ist ein Faktor besonders gewichtig: die Inhalte. Fallstudien, Leistungsseiten und Profile müssen Sie in der Regel selbst liefern oder schreiben lassen, denn nur Sie kennen Ihre Mandate. Wer Texte erst während des Projekts entwickelt, verlängert die Arbeit, und umfangreiche Texterstellung ist überall eine eigene Leistung.

Zum Vergleich der Rahmen bei Ichii: Umfangreiche neue Texte, eine englische Fassung und mehr als 10 Seiten werden separat angeboten, das Verfassen von Rechtstexten gehört nicht dazu. Alle Details stehen auf der Seite Firmenwebsite für 790 €.

Die Solo-Struktur aus der Tabelle passt in diesen Rahmen, wenn Ihre Fallstudien und Leistungsbeschreibungen als Material vorliegen. Die Fünf-Personen-Struktur liegt mit 16 Seiten darüber; zweisprachig mit vielen Fallstudien und laufend gepflegtem Fachbereich ist sie oft ein Fall für ein größeres Projekt. Dann kann eine Agentur mit eigener Redaktion besser passen.

Checkliste vor dem Livegang

  • Der erste Bildschirm der Startseite nennt Problem, Branche oder Zielgruppe und den nächsten Schritt.
  • Jede Leistung hat eine eigene Seite mit Ausgangslage, Ergebnis, Vorgehen, Format und Abgrenzung.
  • Keine Leistungsseite verspricht Ergebnisse, die Sie vorab nicht zusagen können.
  • Jede Fallstudie ist gegen die Vertraulichkeitsvereinbarung geprüft und schriftlich freigegeben.
  • Keine Fallstudie kombiniert Details, die den Kunden erkennbar machen.
  • Zahlen in Fallstudien sind gemessen oder vom Kunden bestätigt.
  • Profil- oder Teamseite mit Werdegang, Schwerpunkten, Sprachen, Foto und LinkedIn-Link.
  • Für Fotos von Mitarbeitenden liegt eine Einwilligung vor.
  • Fachbeiträge haben eine Autorenangabe mit Link zum Profil.
  • Ihr LinkedIn-Profil verlinkt auf die Website.
  • Englische Seiten nur dort, wo internationale Kunden sie brauchen, mit sichtbarem Sprachwechsel.
  • Kontaktformular mit wenigen Feldern, daneben E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
  • Das Erstgespräch ist beschrieben: Dauer, Kosten, Vorbereitung, nächster Schritt.
  • Förderhinweise nennen das Programm korrekt, versprechen nichts und sind datiert.
  • Impressum mit den Angaben nach § 5 DDG (u. a. Name, Anschrift, E-Mail, ggf. Register und USt-IdNr.) und Datenschutzerklärung sind erreichbar.
  • Startseite, Leistungsseiten und Kontakt sind auf dem Smartphone geprüft.

Quellen

  1. Unternehmensberatung – Förderung von Unternehmensberatungen für KMU — Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), abgerufen am 18.10.2026
  2. Beraterinnen und Berater (Registrierung) — BAFA, abgerufen am 18.10.2026
  3. Creating helpful, reliable, people-first content — Google Search Central, abgerufen am 18.10.2026
  4. § 22 KUG – Recht am eigenen Bilde — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 18.10.2026
  5. § 5 DDG – Allgemeine Informationspflichten — Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 18.10.2026
  6. Art. 13 DSGVO – Informationspflicht bei Erhebung — Intersoft Consulting, dsgvo-gesetz.de (inoffizielle Textfassung), abgerufen am 18.10.2026

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